Zusammenfassung:Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 90.000 US-Dollar gefallen, nachdem der Ausbruch an einem wichtigen Widerstandsniveau zu Wochenbeginn gescheitert war. Die negative Stimmung nimmt zu, da die institutionelle Nachfrage nachlässt und börsengehandelte Bitcoin-Spotfonds (ETFs) Mittelabflüsse verzeichnen. Zudem deuten On-Chain-Daten auf zunehmende Gewinnmitnahmen von Anlegern hin, was auf eine kurzfristige Korrektur der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung hindeutet.
Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 90.000 US-Dollar gefallen, nachdem der Ausbruch an einem wichtigen Widerstandsniveau zu Wochenbeginn gescheitert war. Die negative Stimmung nimmt zu, da die institutionelle Nachfrage nachlässt und börsengehandelte Bitcoin-Spotfonds (ETFs) Mittelabflüsse verzeichnen. Zudem deuten On-Chain-Daten auf zunehmende Gewinnmitnahmen von Anlegern hin, was auf eine kurzfristige Korrektur der größten Kryptowährung nach Marktkapitalisierung hindeutet.
Nachlassende institutionelle Nachfrage
Die institutionelle Nachfrage nach Bitcoin hat sich in dieser Woche abgeschwächt. Daten von SoSoValue zufolge verzeichneten Bitcoin-Spot-ETFs am Mittwoch Mittelabflüsse von 486,08 Millionen US-Dollar. Damit kam es bereits zum zweiten Abfluss in Folge in dieser Woche und zugleich zum höchsten Tagesabzug seit dem 20. November. Sollten sich diese Abflüsse fortsetzen oder sogar verstärken, könnte sich die laufende Korrektur bei Bitcoin weiter ausdehnen.
Gesamte tägliche Nettozuflüsse von Bitcoin-Spot-ETFs. Quelle: SoSoValue
Einige Anleger nehmen Gewinne mit – Verkaufsdruck steigt
Der Indikator „Network Realized Profit/Loss (NPL) von Santiment zeigt, dass ein Teil der Bitcoin-Anleger derzeit Gewinne realisiert.
Wie aus der Grafik hervorgeht, verzeichnete der NPL am Montag und Mittwoch deutliche Ausschläge. Dies entspricht der höchsten Aktivität bei Gewinnmitnahmen seit dem 12. Dezember. Die Ausschläge deuten darauf hin, dass Anleger ihre Bestände im Durchschnitt mit deutlichen Gewinnen verkaufen und damit den Verkaufsdruck erhöhen.
Bitcoin NPL-Chart. Quelle: Santiment
Bitcoin-Ausblick: Rutsch unter 90.000 Dollar könnte Abwärtsbewegung verstärken
Der Bitcoin-Kurs hatte am Samstag oberhalb der oberen Begrenzung der vorherigen Konsolidierungszone bei 90.000 US-Dollar geschlossen. In der Folge legte BTC um fast vier Prozent zu und testete am Montag das 61,8-Prozent-Fibonacci-Retracement bei 94.253 US-Dollar, berechnet vom April-Tief bei 74.508 US-Dollar bis zum Allzeithoch im Oktober bei 126.199 US-Dollar. Am Dienstag geriet die Aufwärtsbewegung jedoch ins Stocken, am folgenden Tag fiel der Kurs um 2,54 Prozent. Am Donnerstag rutschte Bitcoin schließlich unter die Marke von 90.000 US-Dollar.
Setzt sich die Korrektur fort und schließt Bitcoin auf Tagesbasis unter 90.000 US-Dollar, könnte sich der Rückgang bis zur nächsten Unterstützung bei 85.569 US-Dollar ausweiten.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) im Tageschart steht kurz davor, unter die neutrale Marke von 50 zu fallen, was auf nachlassende Aufwärtsdynamik hindeutet. Bleibt der RSI unter diesem Niveau, könnte sich die Korrektur deutlich verschärfen.
BTC/USDT-Tageschart
Hält der Bereich um 90.000 US-Dollar jedoch als Unterstützung, könnte Bitcoin einen erneuten Erholungsversuch starten und wieder in Richtung des wichtigen Widerstands bei 94.253 US-Dollar steigen.